Kidix - was ist das??


Das Kidix-Konzept, das seit November 2010 von der Landesarbeitsgemeinschaft für Katholische Erwachsenen- und Familienbildung in Nordrhein-Westfalen (LAG KEFB) entwickelt wurde, setzt didaktisch bei den teilnehmenden Eltern und Kindern an: Die Auswahl der Themen und Methoden soll sich nach ihren Bedürfnissen richten. Das bedeutet, dass das Konzept keine festen Rezepte für Kurseinheiten vorgibt. „Es ist auch nicht als Ideenpool zu verstehen, aus dem man nach Belieben Elemente herausgreifen kann, sondern als Gesamtkonzept, das sich einer Lebensauffassung verpflichtet weiß, zu der unter anderem die „unbedingte Anerkennung der Würde des Kindes“ sowie sein „Recht auf selbstständige Entwicklung“ gehörten,“ beschreibt Katrin Stratenschulte, zuständige Fachbereichsleiterin der KBS, das neue an diesem Konzept. Auch die Erwachsenen seien „Subjekte des Bildungsprozesses“ und sollten Zugang zu wichtigen Einsichten und Überlegungen über Bildung und Erziehung erhalten. Neu sei der feste Bestandteil der Elternbildungszeit innerhalb der Kursstruktur.

„Inhaltlich geht es darum, wie Eltern-Kind-Kurse der Katholischen Familienbildung professionell gestaltet werden sollen“, so Stratenschulte. Besonderer Wert wird auf die immer gleich bleibende Struktur der Kursstunde gelegt, zu der stets gemeinsame und getrennte Aktivitäten von Eltern und Kindern zählen. Das Konzept enthält ferner Rahmenbedingungen für die Fortbildung der Kursleiter, für das Marketing und Qualitätsmanagement.

„Kidix Eltern-Kind-Kurs“ wurde von einer Projektgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung in NRW entwickelt. Das Bildungskonzept kommentiert haben Professorin Dr. Carola Iller von der Universität Linz/Österreich und Professor Dr. Ulrich Papenkort vom Fachbereich Soziale Arbeit an der Katholischen Fachhochschule Mainz.