Bildung braucht die Welt

Paderborn / Schwerte, 11.Dezember 2017 Bildung braucht die Welt - Unter diesem Titel fand jetzt der erste Bildungstag der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) im Erzbistum Paderborn in der Katholischen Akademie in Schwerte statt.

 

Das Interesse an Austausch und Information zu diesem Thema war sehr groß, was auch die Zahl von 80 Teilnehmenden  eindrucksvoll verdeutlichte, die je zur Hälfte aus Haupt- und Ehrenamtlichen in der KEFB tätigen Menschen bestand.

 

Die verschiedenen Angebote des Vormittags verdeutlichten die Zweideutigkeit des Titels der Veranstaltung - „Bildung braucht die Welt“ - denn beides kommt  nicht ohne das jeweils andere aus. So wurden in einer Vernissage zahlreiche Veranstaltungen und Projekte vorgestellt, in denen die KEFB erfolgreich an die Bedürfnisse der Menschen anknüpft.

 

Lebhaft diskutiert wurde auch in einer Talkrunde, in der ganz unterschiedliche Akteure vertreten waren: Prof. Dr. Christoph Stiegemann (Direktor des Diözesanmuseums Paderborn), Vincenz Holthaus (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung „Bildung ist Zukunft“), Kathrin Heinrichs (erfolgreiche Autorin von Sauerland-Krimis) und Pater Hugo Scheer (SVD, Rektor der Kirchlichen Hochschule in Vitória/Brasilien). Eben durch diese Mischung konnten viele aktuelle und relevante Themen der  Erwachsenenbildung angesprochen werden. Darunter zum Beispiel die Themen Wertebildung und Erfahrungssammeln in der Familie, das Bildungssystem in Deutschland im Vergleich zu dem in Brasilien, Digitalisierung, die Bedeutung von Ehrenamt, die Verbindung von Kunst und Bildung oder auch Literatur und Bildung. Jutta Loke, die Moderatorin der Talkrunde verstand es hervorragend die einzelnen Blickwinkel und Arbeitsfelder der Akteure miteinander zu verknüpfen und den Zuhörenden damit zu ermöglichen, einem anschaulichen und kurzweiligen Gespräch zu folgen. So gingen sicher alle Zuhörer mit Anregungen zum Nachdenken, aber auch vielen Ideen und Vorstellungen für die Bildungsarbeit vor Ort und in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld in die Pause und später auch ins Wochenende.

 

Aufgelockert wurde der Vormittag durch die Darbietungen der Kabarettistin  Anja Geuecke  alias „Hettwich vom Himmelsberg“, die einen humorvollen Blick auf die Bildungsarbeit einbrachte – ganz nach dem Motto „man lernt besser mit einem Lächeln“, was Hettwich eindrucksvoll bestätigte. Musikalisch begleitete der Klarinettist und Kelzmer-Musiker  Reinald Noisten  die Veranstaltung und öffnete mit seinen Klängen einen ganz anderen Zugang zu Gedanken und Vorstellungen zur Bildungsarbeit.

 

Einig waren sich am Ende der Veranstaltung sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer: ein solcher Tag muss regelmäßig stattfinden!