Vorwort zum Programm Juli bis Dezember 2017

 

Sehr geehrte Interessierte des Kath. Bildungswerks Minden,

in der ersten Jahreshälfte 2017 hatte der katholische Priester und Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn, Dr. Burkhard Neumann, über Luther und die kath. Kirche referiert und den gegenwärtigen Stand der Ökumene dargestellt – sowohl die heutigen Gemeinsamkeiten, als auch das noch Trennende. In der zweiten Jahreshälfte wird Prof. Norbert Mette am 13. September im Haus am Dom in Minden die ökumenischen Gemeinsamkeiten anhand der sozialen Botschaft von Papst Franziskus vorstellen. Aus der Sicht des Papstes bestehe die Verpflichtung für alle Christen und Christinnen zum Einsatz für die Würde und Rechte des Menschen, besonders der Armen, und die Sorge für die Schöpfung. Dieses Engagement sei unbeschadet noch bestehender theologischer Differenzen etwas, dass die Kirchen längst miteinander verbinde.

 

Dieses vom Papst gewünschte Engagement für die Würde und Rechte der Menschen wurde uns im Frühsommer anhand von weltweiten Beispielen ziviler Aktivitäten gegen Gewalt mit der Ausstellung „WoW – Wirksam ohne Waffen“ und durch die Vorträge von Dr. Christine Schweitzer und dem Bundestagsabgeordneten Michael Vietz näher gebracht. Die Entwürdigung und Entrechtung der Menschen im Zivilisationsbruch der Shoah ist Mahnung und Verpflichtung. Am 15. November werden die Ausstellung „Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner” mit einem Vortrag von Prof. Peter Kuhn in der Offenen Kirche St. Simeonis in Minden eröffnen. Prof. Kuhn hatte als Student in Bonn die Kulmhof-Strafprozesse in den 60er Jahren beobachtet, die zur gleichen Zeit wie die Frankfurter Auschwitz-Prozesse durchgeführt wurden.

Wir laden Sie ein, uns bei unseren Fragen nach Fortschritten der Ökumene und nach dem zeitgemäßen christlichem Engagement weiter zu begleiten und gemeinsam Antworten zu suchen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ulrich Stadtmann

 

Vorsitzender des KBW Minden