Veranstaltungsrückblick: "Wie kann unsere Gemeinde klimagerecht werden?"

 

 

Zum Auftakt des Bildungsangebotes der Fairen Gemeinde, welches in Kooperation mit den KEFB-Standorten im Erzbistum ausgerichtet wird, setzten sich verschiedene Akteure aus dem Erzbistum Paderborn am 18. März mit Klimagerechtigkeit in ihren Gemeinden auseinander.

 

Im Gespräch mit den beiden Referentinnen vom Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit (www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de), Astrid Hake und Monika Maria Schell, erhielten die Teilnehmenden zunächst einen Einblick in den Problemzusammenhang, welcher der Forderung nach Klimagerechtigkeit zugrunde liegt. So erfuhr das Publikum, dass die Folgen des Klimawandels im weltweiten Vergleich ungleich verteilt sind und die dabei aufkommenden Extremwetterphänomene Armut vergrößern, Leben gefährden sowie Entwicklungsmöglichkeiten untergraben. Da aber der Globale Norden und besonders die Industriestaaten einen ungleich größeren CO2-Ausstoß als die Länder des Südens aufweisen und somit hauptsächlich für die planetare Erwärmung verantwortlich sind, gelte es, so die Referentinnen weiter, das Verursacherprinzip ernst zu nehmen und Verantwortung für die Klimafolgen im Globalen Süden zu übernehmen. Die Motivation, diesen Ungerechtigkeitszusammenhang zu durchbrechen, liege auch in der gemeinsamen Gotteskindschaft der Menschheit begründet, die den anwaltschaftlichen Einsatz für die Würde und das gute Leben der Menschen im Globalen Süden impliziere.

 

Anschließend stellten die Expertinnen die diesbezüglichen Handlungs- und Aktionsschwerpunkte des Ökumenischen Netzwerkes Klimagerechtigkeit vor, bevor sie darauf zu sprechen kamen, welchen spezifischen Beitrag Kirchengemeinden leisten können. Die hierbei aufgezeigten Perspektiven fokussierten sich besonders auf zwei Ebenen: Durch eine Mitgliedschaft im Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit und bei churches for future (https://www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/churches-for-future) sei es zum einen möglich, das Anliegen sichtbar und somit öffentlichkeitswirksam zu machen. Daneben könne jeder Lebensbereich der Gemeinde auf sein Potential für Stromeinsparungen untersucht und der restliche Verbrauch auf nicht-fossil erzeugten Strom umgestellt werden.

 

Wenn Sie sich auch fragen, wie Ihre Gemeinde klimagerecht werden kann und welche unterstützenden Strukturen es dafür im Erzbistum Paderborn gibt, wenden Sie sich gerne an die Faire Gemeinde (www.faire-gemeinde.de). Außerdem richtet die Faire Gemeinde in Kooperation mit der KEFB Bielefeld am 15.04.2021 einen Informationsabend aus.

 

Weitere Informationen erhalten Sie außerdem in der Broschüre „Wie man beginnen kann – Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden“ der EKD (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/kirchenhandreichung_final.pdf).