Gott funktioniert nicht, deswegen glaube ich an ihn

In seinem sehr persönlichen Vortrag ging Thomas Frings der Frage nach, warum er ein Leben mit Gott lebt und warum er glaubt.

Die Gesellschaft hat sich sehr verändert. Vor 50 Jahren musste ein Nichtgläubiger in Deutschland begründen, warum er weder katholisch oder evangelisch ist oder nicht glaubt. Heute ist das fast umgekehrt.

Er ging der Frage nach, was es ist, das wir glauben und wie wir dazu stehen. Ist es für uns wirklich Bekenntnis, strahlen wir es aus und können auch Auskunft darüber geben? Ihm stellt sich die Frage, ob wir überhaupt merken, dass der Glaube in einer sich verändernden Gesellschaft für andere fremd und komisch klingen kann? Hierüber nachzudenken lohn sich.

Er plädiert für die Auskunftsfähigkeit zum Glauben und dazu, eine realistische Sicht auf die Kirche zu haben. „Das hat mir noch nie Angst gemacht“ so Frings und sagt weiter habt „Mut neue Wegen zu gehen“. Es bedarf einer durchdachten Entscheidung für Gott. Denn Entscheidungskirche geht mit Vertrauen auf die Menschen zu.

Er zitiert eine Passage aus seinem Buch: „Ich hab Gott nie gesehen, ich habe Gott nie gehört. Deswegen glaube ich an ihn.“. Es kommt ihm auf das GLAUBEN an, auf die Frohe Botschaft Jesu Christi und die Auferstehung von den Toten. Gott gibt die Liebe, die kein Mensch geben kann, aber nicht in Form ich bete und Gott gibt.

Sehr persönlich erzählte er von einem Ereignis in Afrika, in der er in äußerster Lebensgefahr schwebte. Doch in dieser Situation betete er nicht. Er wusste nicht warum. Aber schnell wurde ihm klar, dass Gott nicht so funktioniert. Er selbst hatte sich in diese Situation gebracht und nun soll Gott für seine Rettung sorgen… - sieht so sein Glaube konkret in der Praxis aus? Nein – Gott funktioniert nicht und genau deswegen glaubt er an ihn.

Fotos Copyright: C. Gnida