Auf dem Friedensplatz wurde Andriy von einer bewegten Gemeinschaft empfangen: ukrainische Landsleute, Veteranen, Vertreterinnen von Amnesty Dortmund, die Bürgermeisterin der Stadt Dortmund und zahlreiche Bürger*innen versammelten sich vor dem Rathaus, um ihn willkommen zu heißen. Es war ein Moment der stillen Stärke und tiefen Verbundenheit.
Gemeinsam wurde anschließend auf dem Propsteihof in ukrainischer und deutscher Sprache für Frieden gebetet – ein Gebet, das Brücken schlug zwischen Kulturen, Erfahrungen und Hoffnungen.
Im Katholischen Centrum teilte Andriy seine Erlebnisse von der Front: von Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden, von Kameraden, die nach ihrer Verwundung neue Wege suchen, um für ihr Land und den Frieden einzustehen. Im Austausch mit den Menschen in Dortmund ging es um die Identität der Ukraine, um die Frage, wie wir von hier aus helfen können – und darum, was Liebe im Krieg bedeutet.
Für einige anwesende Frauen, deren Männer aktuell an der Front kämpfen, wurde Andriy zum lebendigen Symbol der Hoffnung, der Liebe und des Friedens. Die Atmosphäre war von großer Tiefe geprägt – Schmerz und Trauer waren spürbar, aber auch Zusammenhalt, Mitgefühl und Hoffnung. Besonders der abschließende Segen, der über Andriy und alle Gäste gesprochen wurde, berührte viele sichtbar. Beim gemeinsamen Singen am Ende lag eine spürbare Wärme im Raum.
Für die kefb An der Ruhr war dieser Abend ein starkes Zeichen gelebter Solidarität und Ausdruck unserer christlichen Verantwortung. Wir danken allen, die diesen Moment mitgetragen haben – und dem WDR, der bereits am Abend darüber berichtete.
Andriy ist inzwischen wieder unterwegs. Noch rund 500 Kilometer liegen vor ihm. Wir begleiten ihn im Gebet und hoffen, dass er in Brüssel auf offene Ohren und Herzen trifft.
Herzliche Einladung zum Friedensgebet:
Wer weiterhin ein Zeichen für Frieden setzen möchte, ist eingeladen zum täglichen Friedensgebet im Propsteihof, angeboten vom Katholischen Forum Dortmund – dienstags bis samstags, jeweils um fünf vor zwölf. Gemeinsam beten wir für alle, die unter Krieg, Vertreibung, Krisen und Katastrophen leiden. Ein stiller Moment, der Hoffnung schenkt und verbindet.